Energieausweise

Folgende Regelungen zum Energieausweis traten mit der neuen Energieeinsparverordnung (ENEV) 2014 am 01.05.2014 in Kraft:

  • Bei Verkauf oder Vermietung von Gebäuden oder Wohnungen muss der Verkäufer oder Vermieter dem potenziellen Käufer oder Mieter bei der Besichtigung oder spätestens nach Aufforderung einen Energieausweis vorlegen.
  • Nach Abschluss des Kaufvertrages oder Mietvertrages muss der Verkäufer oder Vermieter dem Käufer oder Mieter unverzüglich den Energieausweis oder eine Kopie davon übergeben.
  • Immobilienanzeigen vor Verkauf oder Vermietung müssen folgende Pflichtangaben enthalten:

      Für Wohngebäude:

      - Art des Energieausweises: Bedarfs- oder Verbrauchsausweis
      - Wert des Endenergiebedarfs oder des Endenergieverbrauchs
      - Art des Energieträgers für die Heizung des Gebäudes
      - Baujahr des Gebäudes
      - Energieeffizienzklasse des Gebäudes (nicht bei alten Ausweisen)

      Für Nichtwohngebäude:

      - Art des Energieausweises: Bedarfs- oder Verbrauchsausweis
      - Wert des Endenergiebedarfs oder des Endenergieverbrauchs
         sowohl für Wärme als auch für Strom
      - Art des Energieträgers für die Heizung des Gebäudes

  • Energieausweise für Bestandsgebäude können sowohl auf der Grundlage des ingenieurmäßig berechneten Energiebedarfs als auch auf der Grundlage des gemessenen Energieverbrauchs erstellt werden. 
  • Eine Ausnahme gilt für Wohngebäude mit weniger als fünf Wohnungen (also bis vier Wohnungen), für die ein Bauantrag vor dem 01.11.1977 gestellt wurde. Hier sollen nur Bedarfsausweise zulässig sein, es sei denn beim Bau selbst oder durch spätere Modernisierung wurde mindestens das Wärmeschutzniveau der 1. Wärmeschutzverordnung von 1977 erreicht.
  • Bedarfsorientierte Energieausweise basieren auf einer energetischen EDV-Berechnung unter Berücksichtigung der Baukonstruktionen der Gebäudehülle und der vorhandenen Heizungsanlage. Die Datenaufnahme erfolgt aus vorhandenen Planunterlagen sowie bei einem Ortstermin. 
  • Verbrauchsorientierte Energieausweise basieren auf den Verbrauchsdaten für Strom, Heizöl, Erdgas etc. der letzten drei Jahre. Die Verbrauchsdaten müssen durch den Hauseigentümer oder Hausverwalter zur Verfügung gestellt werden. 

 

Hinweis: Schwierigkeiten bei der Verbrauchserfassung entstehen bei dezentralen Heizungen in den Wohnungen, da jeder Mieter oder Wohnungseigentümer die Verbrauchsdaten der letzten drei Jahre bereitstellen muss.

  • Sowohl bedarfsorientierte als auch verbrauchsorientierte Energieausweise sollen Modernisierungsempfehlungen enthalten.
  • Energieausweise werden für das gesamte Gebäude und nicht für einzelne Gebäudeteile oder Wohnungen ausgestellt, es sei denn, es handelt sich um einen abgrenzbaren Wohn- und Nichtwohngebäudeanteil.
  • Energieausweise haben eine Gültigkeit von 10 Jahren.
  • Energieausweise erhalten eine Registriernummer und können von der zuständigen Behörde kontrolliert werden.
  • Ein Verstoß gegen die Regelungen zum Energieausweis gilt als Ordnungswidrigkeit.  

 

Sie haben weitere Fragen zu Energieausweisen oder möchten ein konkretes Angebot?

Rufen sie mich an unter 0221 / 35580470 bzw. 0173 / 9855849 oder füllen das Anfrageformular aus.    


 


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